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Aktuelles

01.06.2012

Kurs auf die Paralympics 2012

Die Spitzensportlerin Daniela Schulte schwimmt sich fit für die Paralympischen Spiele im Sommer 2012 – Unterstützung bekommt sie dabei von der PIN Mail AG.

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist der Traum eines jeden Leistungssportlers. Diesen grandiosen Erfolg sicherte sich Daniela Schulte, mehrfache Weltmeisterin der Schwimmer mit Handicap in der Startklasse S11, bereits zum dritten Mal. Die blinde Spitzensportlerin kann in ihrer Karriere auf beachtliche Erfolge zurück blicken. Dazu zählen unter anderem 18 Weltrekorde und 14 Weltmeistertitel.

Doch sportliche Leistungen sind nicht alles für die zweifache Mutter. An erster Stelle steht für sie die Familie – ihr Mann Christian Schulte und die neunjährigen Zwillinge Louis und Linus. Leistungssport und Familienleben unter einen Hut zu bekommen erfordert eine straffe Organisation und die Unterstützung ihres Ehemannes und dessen Arbeitgeber.

Christian Schulte ist seit 2006 in der IT-Abteilung der PIN Mail AG tätig. Der Briefdienstleister ermöglicht ihm in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthilfe ein verkürztes Arbeitszeitmodell, welches auch Rücksicht auf kurzfristige Termine nimmt. Denn von Zeit zu Zeit muss Christian Schulte auch spontan einspringen, wenn die Schwimmkarriere seiner Frau dies erfordert. Zudem sponsert die PIN Mail AG den Briefversand des Berliner Schwimmteams, um die Trainingsgruppe mit integrativem Ansatz aktiv zu fördern.

Für die Unterstützung der PIN Mail AG ist die Familie sehr dankbar, denn nur so ist die Konzentration auf den Leistungssport neben dem Familienalltag überhaupt möglich. Während Daniela Schulte fünf- bis achtmal die Woche ihre Bahnen in der Schwimmhalle zieht oder beim Krafttraining schwitzt, kümmert sich ihr Mann um die beiden Zwillingsjungs. Gerade in der Vorbereitung auf entscheidende Wettkämpfe wie die Paralympischen Spiele 2012 ist dies besonders wichtig.

Daniela Schulte nimmt bereits seit ihrem 13. Lebensjahr an internationalen Schwimm-Wettkämpfen teil. Ihr Augenlicht verlor sie schon in ihrer Kindheit, weshalb sie bei Turnieren in einer auf ihr Handicap ausgerichteten Startklasse antritt. Alle anderen Teilnehmer innerhalb dieser Kategorie sind ebenfalls blind. Natürlich bleibt die Angst, dass die beiden Söhne ebenfalls erblinden könnten. Denn der Gendefekt, der für die Erblindung verantwortlich ist, tritt meist erst im Alter zwischen neun und zwölf Jahren auf. Doch die Eltern geben die Hoffnung nicht auf und sehen den Fortschritten der Augenmedizin auch für die Krankheit von Daniela Schulte optimistisch entgegen.

„Ich möchte wieder sehen können", sagt die Leistungssportlerin und denkt positiv über ihre Zukunft, auch wenn der Alltag nicht immer leicht zu bewältigen ist. Ein sprechender Wecker oder Küchenwaage sind dabei noch die gängigsten Hilfsmittel. Schwieriger wird es schon bei dem Thema Handy, welches für einen Blinden praktisch unbedienbar ist. Zum Glück hat die Firma Handy Tech, welche Daniela Schulte seit vielen Jahren unterstützt, sie mit einem sprechenden Handy ausgestattet, wodurch sich die Lebensqualität der sehbehinderten Sportlerin erheblich verbessert hat. Nun kann sie von jedem Trainingslager der Welt aus mit ihrer Familie Kontakt aufnehmen und spürt so auch über die Ferne die emotionale Verbundenheit, die sie zu Höchstleistungen beim nächsten Wettkampf antreibt.

Doch wie läuft ein solcher Wettkampf eigentlich genau ab? Woher wissen die Sportler mit Sehbehinderung wann die Schwimmbahn zu Ende ist? An beiden Enden der Schwimmbahn stehen Helfer, sogenannte Tapper, die dem Schwimmer kurz vor dem Erreichen der Wand mit einem langen Stab, an welchem ein Dämpfer befestigt ist, einen leichten Schlag auf die Schulter geben. Dadurch wissen die Athleten, wann sie wenden müssen. Dies ist sehr wichtig für die Orientierung, weshalb Daniela Schulte auch nicht in der Kategorie „open water" startet. Im Schwimmbecken habe sie die Leinen und Tapper - draußen im See würde ihr diese Sicherheit fehlen, schreibt die Leistungssportlerin auf ihrer Homepage.

Daniela Schulte ist gut gerüstet für die Paralympics 2012, ihre Familie, Freunde und Sponsoren stehen hinter ihr und drücken ihr fest die Daumen für den wichtigsten Wettkampf dieses Jahres. Während sie in London um den Titel kämpft, kümmert sich ihr Mann Christian Schulte um den Familienalltag – vormittags im IT-Betrieb der PIN Mail AG und nachmittags zwischen Hausaufgaben und Schulfreunden. Abends erzählt Daniela Schulte ihren Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte am Telefon. Denn erst die Kraft ihrer Familie gibt ihr den Rückenwind für ihre Bestleistungen in der Schwimmhalle.

Quelle: SoVD-Zeitung Juni-Ausgabe

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