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Aktuelles

23.04.2010

Aufbruchstimmung im Postmarkt

In diesem Jahr kommen die alternativen Postdienstleister endlich aus der Deckung. Mit neuen Allianzen und eigenen Produkten bieten sie dem Riesen aus Bonn die Stirn.

Endlich! Die Mindestlohnverordnung ist gekippt; der Mehrwertsteuerangleichung zum 1. Juli steht nichts mehr im Weg. Und was noch wichtiger ist: Nach Jahren der Stagnation, der Zurückhaltung, des Jammerns und Klagens kommen die Konkurrenten der Deutschen Post wieder aus der Deckung und präsentieren eigene Ideen. Sie brechen auf, der Deutschen Post in ihrem Kernmarkt Anteile abzujagen. Das wird – so viel ist sicher – nicht in riesigen Schritten vonstatten gehen. Aber auch die kleinen Schritte dürften in Bonn argwöhnisch beäugt werden.

Wie das gehen kann, zeigt gerade die Pin Mail AG. Im Berliner Rundfunk wirbt sie bis zum 8. Mai mit dem Slogan „Ärger dich nicht länger gelb, freu dich lieber grün!“ und verkauft künftig in allen Kaiser‘s-Supermärkten der Hauptstadt ihre 52-Cent-Briefmarken. Dort warten auch die grünen Briefkästen auf die Post der Berliner. Symbol des Kampfes von David gegen Goliath ist das ostdeutsche Ampelmännchen geworden, das sich im vereinigten Berlin gegen das scheinbar übermächtige westdeutsche Ampelmännchen durchsetzen konnte. Nicht ganz zufällig ist die Pin Mail Mitglied in der Mail Alliance, jenes Netzwerkes aus TNT und Verlagen, die die Deutsche Post das Fürchten lehren wollen.

Beliebte Angriffsziele sind der geplante Online-Brief der Deutschen Post und die in Plastikfolie eingeschweißte Prospektsammlung „Einkauf Aktuell“. Das Produkt ist derart erfolgreich, dass PNP Direktwerbung und Bauer Postal Network über ähnliche Angebote nachdenken. Gründe dafür gibt es genug. Erst vor Kurzem hatte Brief-Vorstand Jürgen Gerdes in ONEtoONE verraten, dass der Konzern mit „Einkauf Aktuell“ mittlerweile einen Umsatz im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und ein Ergebnis im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich einfährt.
 

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